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Presseberichte  der Grafschafter Nachrichten zu unseren Konzerten

Ein Jahr voller Höhepunkte

Augustinus-Chor blickt bei Jahreshauptversammlung auf 2013 zurück

Ehrung von Frau Ursula Roloff für langjährige Mitgliedschaft während der Generalversammlung des Augustinus Chores durch den Vorstand.

Die goldene Chornadel erhielten Ursula Rohloff und Walter Elfert (in Abwesenheit) von Chorleiter Stephan Braun, der 2. Vorsitzenden Susanne Köhne und dem 1. Vorsitzenden Peter Conen (von links). Foto: privat

 

Der Nordhorner Augustinus-Chor hat ein ereignisreiches Jahr hinter sich. Vor allem die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Nordhorner St. Augustinus-Kirche prägten 2013.

gn Nordhorn. Auf ein ereignisreiches Jahr blickte der Augustinus-Chor in seiner Jahreshauptversammlung zurück. Dabei stand das 100-jährige Bestehen der St. Augustinus-Kirche im Mittelpunkt der Aktivitäten. Besonders hob der 1. Vorsitzende des Chores, Peter Conen, das gelungene Festkonzert zum Abschluss des Jubiläumsjahres hervor.

Weitere Höhepunkte 2013 waren die musikalische Gestaltung des Ostergottesdienstes sowie des Festhochamtes mit Bischof Dr. Franz-Josef Bode im September. Darüber hinaus gestaltete der Chor weitere acht Gottesdienste musikalisch und war Ausrichter des Treffens der Dekanatschöre. Eine weitere Besonderheit war die einwöchige Chorfahrt nach Rom – mit Papstaudienz und Singen auf der Spanischen Treppe sowie in der Kirche Santa Maria dell‘ Anima (Kirche der deutschsprachigen Gemeinde in Rom).

Conen dankte allen Chormitgliedern und hob noch einmal hervor, dass das Jubiläumsjahr von allen Sängerinnen und Sängern großen Einsatz gefordert hätte. Er lobte die hervorragende musikalische Entwicklung des Chores. Ziel sei es, dem guten Ruf des Chores auch in den kommenden Jahren gerecht zu werden.

Diesen Dankesworten schloss sich Chorleiter Stephan Braun an. Gerade im Jubiläumsjahr habe es vor und hinter den Kulissen vieles zu organisieren gegeben. „Auf den Vorstand sowie auf die Chormitglieder habe ich mich dabei immer verlassen können“, sagte er. Für die zweite Hälfte des Jahres 2014 seien zahlreiche Aktivitäten geplant. Höhepunkt werde die musikalische Gestaltung des Festgottesdienstes am 2. Weihnachtstag sein.

Ein besonderer Dank galt Ursula Roloff und Walter Elfert, die die goldene Chornadel des Cäcilienverbandes (des Dachverbandes der katholischen Kirchenchöre) für ihre langjährige Mitgliedschaft im Augustinus-Chor erhielten.

Nach Rückblick und Dankesworten folgten die Wahlen. Peter Conen wurde in seinem Amt als 1. Vorsitzender einstimmig bestätigt, ebenso auch Gabriele Berenzen als Kassenwartin und Susanne Köhne als Notenwartin. Neu ins Amt gewählt wurde Dr. Marianne Schoppmeyer als Schriftführerin.

(c) Grafschafter Nachrichten 2014. Alle Rechte vorbehalten

Vervielfältigung nur mit Genehmigung der Grafschafter Nachrichten GmbH & Co. KG.



ORGELNACHT in St. Augustinus Nordhorn

Im Rahmen des Festjahres 100 Jahre Augustinus-Kirche Nordhorn fand am Samstag, den 9. März von 19.00-24.00 Uhr eine Orgelnacht in der St. Augustinus-Kirche statt.
Fünf Organisten spielten Werke aus fünf Jahrhunderten an den Orgeln der St. Augustinus-Kirche.
Die Kantoren Maria Hartelt, Martin Tigges, Peter Müller, Leo Schwär und Stephan Braun boten ein abwechslungsreiches Konzertprogramm mit Orgelwerken von Frescobaldi, Bach, über Mozart, Mendelssohn bis Hindemith. Auch selten zu hörende Werke für zwei Orgeln wurden an diesem Abend an der Haupt- und Chororgel vorgetragen und beeindruckten durch ihre Raumwirkung. Der Künstler Ansgar Silies aus Lingen gestaltete eindrucksvoll den Kirchenraum mit einer Lichtinstallation und setzte die Architektur der Kirche mit außergewöhnlichen Effekten wie Wasser und Spiegelflächen in Szene.
Rund 300 Freunde der Orgelmusik waren gekommen und lauschten aus verschiedenen Sitzpositionen den Orgelklängen im stimmungsvoll ausgeleuchteten Kirchenraum. In den Orgelpausen war Gelegenheit zur Begegnung und einem kleinen Imbiss im Gemeindehaus.
Orgel beleuchtet durch farbige Strahler.
Chororgel im blauen Scheinwerferlicht.





Mit Pauken und Trompeten

St. Augustinus beginnt 100-jähriges Jubiläum mit Konzert

gn Nordhorn. Am Vorabend zum 1. Advent fand, beginnend mit dem Kirchenjahr 2012/13, die Eröffnung des Jubiläumsjahres 100 Jahre St. Augustinus-Kirche als Chor- und Orchesterkonzert statt. Zahlreiche Zuhörer waren zu diesem Konzert gekommen, um die Eröffnung mitzuerleben.

Mit der Advents-Kantate „Machet die Tore weit“ von Johann Schelle eröffneten Chor, Orchester und Solisten das festliche Konzert. Unter dem präzisen Dirigat von Regionalkantor Stephan Braun musizierte das Projektorchester Twente aus den Niederlanden ausgeglichen und homogen zusammen und war den Solisten und dem großen Chor ein zuverlässig agierender Partner. Nach der dargebotenen Kirchensonate in C-Dur für Orchester von Wolfgang A. Mozart spendete das Publikum spontan Applaus und zollte dem Orchester damit große Anerkennung.

Mit dem ersten Teil des bekannten Weihnachtoratoriums von Johann Sebastian Bach setzten die Ausführenden einen weiteren adventlich-weihnachtlichen Akzent. Das Gesangsquartett aus Lübeck mit den Solisten Jana Thomas (Sopran), Julia Skripnik (Alt), Michael Gehrke (Tenor) und Yannick Debus (Bass) glänzte mit angenehmer Stimmgebung in den Arien und Rezitativen.

In der Messe G-Dur von Franz Schubert zeigte sich der 80 Stimmen zählende Chor, bestehend aus Augustustinus Chor Nordhorn und dem Kirchenchor St. Jakobus Sögel mit festlicher Klangpracht wie etwa im Gloria, aber auch mit weichem Tonansatz beim Credo der Messe.

Krönender Abschluss des Festkonzertes war schließlich die Darbietung des Magnificat in C-Dur von Franz Schubert, bei der sich alle Musiker nochmals bravourös entfalteten. Im Wechsel agierten Solisten, Chor und Orchester und vereinigten sich zu einem prächtigen Klang in den Tutti-Passagen. Dies lag vor allem an der souveränen Führung durch Stephan Braun, der die Ensembles stets zu viel Musizierfreude animierte. Die Zuhörer dankten mit reichem Applaus.

 

 
GN vom 26.08.2011

„Zweiter Frühling“ für die Ludgerus-Orgel

Nach Kirchenabriss erklingt das Instrument in St. Augustinus – Sonntag Weihe und Konzert

Während die Ludgerus-Kirche in Klausheide der Abrissbirne zum Opfer gefallen ist, hat für ihre kleine Begleitorgel eine neue Zukunft in St. Augustinus auf der Vechteinsel begonnen. Das mit Spenden restaurierte Instrument des niederländischen Orgelbauers Vierdag steht mittlerweile im Chor direkt gegenüber der großen Augustinus-Orgel, die 1974 ebenfalls von Vierdag gebaut wurde. Am kommenden Sonntag wird die Orgel vormittags in der St. Augustinus-Kirche geweiht, am Nachmittag erklingt das Instrument dann in einem außergewöhnlichen Konzert für zwei Kirchenorgeln.

 

Von Thomas Kriegisch - Nordhorn. Die „kleine Schwester“ in St. Augustinus soll künftig als Chororgel für kleinere Gottesdienste oder Taufen den musikalischen liturgischen Rahmen gestalten oder in Konzerten erklingen. Seit den 1970er Jahren wurde das Instrument in der Ludgerus-Kirche gespielt. Mit dem Abriss der Kirche stand auch die Orgel erst einmal vor einer ungewissen Zukunft. Anstatt sie zu verkaufen oder zu verschenken machte sich Regionalkantor Stephan Braun für einen „zweiten Orgelfrühling“ in St. Augustinus stark. „Wir wollen die Begleitorgel in der Mutterkirche auch als Andenken an St. Ludgerus bewahren“, berichtet Braun. Die Begleitorgel sei in den vergangenen vier Jahrzehnten zwar etwas in die Jahre gekommen, doch musikalisch kann sie nach wie vor gut ihren Dienst erfüllen. Zudem eröffnet sie zusammen mit der großen Kirchenorgel in St. Augustinus künftig auch die Möglichkeit, Kompositionen für zwei Orgeln oder Konzerte mit älteren Instrumenten aufzuführen. Denn das kleiderschrankgroße Klangwerk aus Pfeifen, Tasten und Pedalen bietet eine Besonderheit: Die kleine Orgel lässt sich bis zu einem halben Ton tiefer stimmen, was wichtig ist, wenn die Orgel gemeinsam mit alten Instrumenten konzertieren soll.

Eine Spendenaktion ermöglichte die rund 22000 Euro teure und vier Monate dauernde Restaurierung der Begleitorgel in ihrem dunkel gebeizten Eichenkörper. „Die Wiederaufbereitung wurde allein durch Spenden aus Orgelkonzerten, durch Gemeindemitglieder und Kollekten finanziert“, erzählt Braun nicht ohne Stolz über die Gemeinschaftsaktion: „Aus dem laufenden Etat der Kirche wurde kein Geld für die Wiederaufbereitung abgezweigt.“

Viel Zeit und Arbeit steckte man in die liebevolle und fachgerechte Restaurierung des Instruments. So wurde die einmanualige Orgel mit ihren jetzt sechs Registern und dem angehängtem Pedal komplett überarbeitet, das Gehäuse geschliffen und neu gebeizt, die Mechanik generalüberholt. Die Orgel wurde um ein Pedalregister ergänzt, was sie in ihrem Klangvolumen tragfähiger macht.

Um ihren neuen Standort in der St. Augustinus-Kirche machte sich die Gemeinde viele Gedanken – und nicht jeder, so räumt Braun ein, empfindet heute den Platz hinter dem Altar direkt an der Außenwand des Chorraums als optimal. Doch der Kantor ist mit der Standortwahl mehr als zufrieden: „Die Klangabstrahlung ist sehr gut, die Register können sich sehr schön über die Wand in den gesamten Kirchenraum entfalten. Das ist auf jeden Fall musikalisch optimal.“

Am nächsten Sonntag, 28. August, wird das Instrument am neuen Platz ab 10.30 Uhr mit einem Gottesdienst im Rahmen des Patronatsfestes von St. Augustinus feierlich geweiht. Wie Braun ankündigt, werden dazu erstmals Werke für Chor und zwei Orgeln aufgeführt. Dabei greift der Regionalkantor auf Orgelliteratur aus Frankreich zurück, wo Stücke für die so genannte Grand- und Petitorgel eine große Tradition haben. Zu hören sind Werke von Theodor du Bois und eine Messe von Gretchaninoff. Aus dem Verkauf eines speziell zur Weihe hergestellten Weines aus der Pfalz hofft Braun auf weitere Spenden für den Erhalt der Begleitorgel.

Am Nachmittag folgt dann ab 16.30 Uhr noch ein Konzert für zwei Orgeln an den beiden Schwestern-Orgeln in St. Augustinus. Mitwirkende sind am Sonntag neben Regionalkantor Stephan Braun die Organisten Peter Müller und Leo Schwär. Es singt der Augustinus-Chor. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird jedoch gebeten.

ADVENTSKONZERTE 2010 aus der GN vom 08.12.2010

Musik des Wartens und der Besinnung

Beeindruckendes Adventskonzert in der St. Augustinuskirche

Von Jörg Leune - Nordhorn. Beim Verlassen der Augustinuskirche wehten vom Weihnachtsmarkt in der Hauptstraße kitschige Melodien herüber, und sie ließen die Bedeutung des gerade Erlebten noch einmal deutlich werden. Regionalkantor Stephan Braun hatte ein Adventskonzert gestaltet und sich damit dem Mainstream vorzeitiger Weihnachtsmusik bewusst entzogen. Die zahlreichen Zuhörer verließen den Kirchenraum gerade deshalb tief beeindruckt. Dass die Adventszeit ursprünglich eine Zeit des Wartens und der inneren Umkehr ist, ist heute leider fast ganz aus dem Bewusstsein geschwunden. Gerade dieses Thema aber hatte Braun mit seinem Programm in den Mittelpunkt gestellt.

Zu Beginn erklang die frühe Bach-Kantate zum 1. Advent „Nun komm, der Heiden Heiland“. Die Musik verzichtet auf äußere Klangpracht und lebt stattdessen von innerer Spannung. In eine französische Ouvertüre ist der Luther-Choral eingebaut. Seine Anfangszeile wird ganz statisch von allen vier Stimmen nacheinander in die punktierte Orchesterbegleitung hineingesungen. Das reine Streichorchester „Grafschafter Musikerinnen und Musiker“ (Stimmführerinnen: Uta Preckwinkel, Monika Neumann und Atsuko Kagao) beeindruckte vom ersten Akkord an durch Präzision und Flexibilität. Und auch der verstärkte Augustinus-Chor folgte den Anweisungen des Dirigenten sicher und überzeugend. Annette Richter-Westermann (Sopran), Jens Krekeler (Tenor) und Gregor Stachowiak (Bass) als Vokalsolisten gelang es in den Rezitativen und Arien einsichtig die Affekte der Erwartung musikalisch zu realisieren.

Als instrumentales Zwischenspiel erklang anschließend das Orgelkonzert F-Dur op. 4 Nr. 4 von Händel. Die schön stakkatierteOrchestereinleitung reichte dem Solisten Peter Müller gewissermaßen die Hand für seine Soli. Sein Spiel auf der kleinen Truhenorgel war außerordentlich eindrucksvoll in seiner Ausgewogenheit von Virtuosität und feinem Auskosten der liedhaften Passagen.

Einen besonders starken Eindruck hinterließ das Magnificat von Antonio Vivaldi. Das Werk steht in Ausdruckskraft und musikalischer Textausdeutung der Komposition Bachs kaum nach. Dem Chor gelang es ebenso wie den vier Solisten – Katharina Pöll-Scharpenberg trat als Altistin hinzu – sehr schön, die vielfältigen thematischen Effekte wie Niedrigkeit, Barmherzigkeit, Macht, Fülle und Jubel den Hörern nahe zu bringen.

Mit den drei Strophen des Chorals „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ in Sätzen aus Bachs Kantate 140 wurde dieses eindrucksvolle Adventskonzert beschlossen. In die Schlussstrophe bat Stephan Braun die Zuhörer mit einzustimmen. Sie dankten mit Standing Ovation für das Erlebte

 



14.10.2008
 

Fünf Mal Bachs musikalische Vielfalt

Konzertnacht in St. Augustinus bot eine breite Palette

Von Monika Neumann - Nordhorn. Bach-Nacht: der schlichte Titel beschrieb die Geschehnisse in St. Augustinus sehr gut, denn die vielfältigen Aktivitäten ließen sich kaum genauer überschreiben. Fünf Konzerte mit Musik von Johann Sebastian Bach erklangen zwischen 18 und 23.30 Uhr. Insgesamt fast 100 Teilnehmer gestalteten die Konzerte teils im festlich beleuchteten Altarraum, teils auf der Orgelempore. Das Publikum konnte je nach Durchhaltevermögen länger oder kürzer bleiben und zwischendurch gab es Gelegenheit zur Stärkung im liebevoll vorbereiteten Gemeindehaus.

Mit dieser großen Gemeinschaftsanstrengung gelang Regionalkantor Stephan Braun ein beeindruckender Einblick in Bachs vielseitiges Schaffen – beeindruckend nicht zuletzt durch das erfolgreiche Zusammenarbeiten so vieler Menschen, und das aus purer Bach-Lust.

Im ersten Konzert erklang Musik auf der Orgel, der Königin der Instrumente, gespielt von Kreiskantor Peter Müller.

Mit der Orchestersuite h-moll (BWV 1067) und der Kantate „Was Gott tut, das ist wohlgetan“ folgten die beiden am größten besetzten Werke, gestaltet vom Grafschafter Kammerorchester, dem Augustinus-Chor, den Solisten Ansgar Preus-Focke (Flöte), Andrea Wortel (Oboe d’amore), Annette Richter-Westermann (Sopran), Katharina Poell-Scharpenberg (Alt), Russell Hibberd (Tenor), Gregor Stachowiak (Bass), Peter Müller (Orgel), und Stephan Braun (Leitung).

Das dritte Konzert bot Orgelwerke aus dem Orgelbüchlein (Stephan Braun) und Choralsätze durch das Kirchenjahr mit dem Posaunenchor der lutherischen Kirchengemeinde Nordhorn unter Leitung von Friedrich Erdmann.

Bachs geistliche Vokalmusik stand im nächsten Konzert im Mittelpunkt: Das neue „Vokalensemble Kloster Frenswegen“, geleitet von Stephan Braun (Leitung & Orgel) sang zwei Motetten sowie „Immortal Bach“, eine ungewöhnliche Choralbearbeitung von Knut Nystedt (*1915) abwechselnd mit Sarah Bouwers und Iris Schmidt (Sopran), Peter Müller (Orgel), Konrad Biermann (Cello), die geistliche Lieder aus „Schemelli’s Musikalischem Gesangbuch“ zu Gehör brachten.

Mit Kammermusik in immer kleinerer Besetzung beschloss das fünfte Konzert den langen Abend: Hilmar Sundermann (Violine), Ansgar Preus-Focke (Flöte), Stephan Braun (Orgel), Matthias Germer (Marimbaphon) und Konrad Biermann (Violoncello) begannen mit der Triosonate c-Dur (BWV 1037), gefolgt von Sonaten für Violine bzw. Flöte und Basso continuo, einigen Bearbeitungen für Marimbaphon und zu guter Letzt der Suite für Violoncello solo Nr. 5 (BWV 1011).

Wer bis zum Schluss durchhielt, konnte nicht nur viele verschiedene musikalische Eindrücke mit nach Hause nehmen, sondern auch eine Vorstellung davon, wie vielfältig das musikalische Leben in der Grafschaft ist.

 

 

19.07.2006

Viel Applaus für Mozart

Musik Kirchenkonzert in St. Augustinus

Nordhorn/gn – An die 300 Zuhörer waren trotz hoher sommerlicher Temperaturen am vergangenen Sonnabend zum Mozart-Kirchenkonzert in die Nordhorner St. Augustinus-Kirche gekommen. Unter der Leitung von Regionalkantor Stephan Braun ließen der Augustinus-Chor Nordhorn mit Projektchor und die Solisten Annette Richter-Westermann (Sopran), Gertrud Vos (Alt), Jens Zumbült (Tenor) und Raimund Hagemann (Bass) zum 250. Geburtsjahr des Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart die bekanntesten geistlichen Werke des Jahrhundertgenies erklingen.
Mit der Kirchensonate in C eröffnete das Orchester, bestehend aus Musikern der Grafschaft Bentheim sowie der Niederlande, dieses Konzert. Unter dem präzisen Dirigat von Stephan Braun musizierte das Orchester ausgeglichen und homogen zusammen und war den Solisten und dem großen Chor ein zuverlässig agierender Partner. In der Solo-Motette "Exsultate, jubilate" glänzte die Sopranistin mit angenehmer Stimmgebung und Leichtigkeit bei den Koloraturen. Auch im "Laudate Dominum" konnte sich die Sopranistin in Begleitung von Orchester und Chor behaupten.
Im "Ave verum corpus" zeigte sich erstmals der Chor, der 80 Stimmen zählte, mit weichem Tonansatz und geschlossenem Klang. Höhepunkt war schließlich die Darbietung der "Krönungsmesse" bei der sich alle Musiker bravourös entfalteten. Die wohl bekannteste Messe Mozarts überzeugte in der Interpretation der Ausführenden in ihrer ganzen Vielfalt – im Wechsel agierten Solisten, Orchester und Chor und vereinigten sich zu prächtigem Klang in den Tutti-Passagen. Dies lag vor allem an der souveränen Führung durch Stephan Braun, der das Ensemble stets zu viel Musizierfreude animierte.
Als Zugabe wurde das "Gloria" aus der "Krönungsmesse" gegeben. Die Zuhörer dankten mit reichem Applaus.

 

 
07.10.2005
Kirchenchöre gestalten Messe

NORDHORN – Am Sonntag, 8. Oktober, gestalten die Kirchenchöre St. Augustinus Nordhorn und St. Nikolaus Denekamp (NL) um 10.30 Uhr die Messfeier in der St.-Augustinus-Kirche musikalisch mit. Zur Aufführung kommt neben gregorianischen Gesängen die Messe brève no. 7 in C von Charles Gounod für Chor und Orgel. Die Leitung hat E. Dissel. Den Orgelpart übernimmt S. Braun. Die Kirchenchöre pflegen damit ihren partnerschaftlichen Austausch über die Grenzen hinweg und planen seit Jahren gemeinsame Projekte. Bei dieser Messfeier wird auch der neue Kaplan des Gemeindeverbundes-Nord, Frank Neubauer, eingeführt.

 

08.12.2004
Volle Klänge in einer gut besuchten Kirche

Adventskonzert Drei Chöre und vier Solisten beim Konzert in Nordhorn

Nordhorn/gn – Volle und strahlende Klänge erfüllten am Sonnabend die Nordhorner Augustinuskirche. Eingeladen vom gastgebenden St.-Augustinus-Chor, vereinigten sich die Nordhorner Sängerinnen und Sänger mit dem St.-Joseph-Chor und dem Chor der ev. Bonnusgemeinde (beide aus Osnabrück). Die rund 100 Mitglieder aller Chöre sangen, stilvoll und genau vom Concert Collegium aus Osnabrück begleitet, das Magnificat und das Gloria von A. Vivaldi sowie die Kantate "Wachet auf, ruft uns die Stimme" von J. S. Bach.
Unter dem engagierten und präzisen Dirigat der drei Chorleiter Helmut Evers, Godehard Nadler und Martin Tigges zeigten die Choristen, dass sie die breite Palette der dynamischen Schattierungen und artikulatorischen Feinheiten beherrschten. Besonders auffallend: die vier Vokalsolisten. Die durch den krankheitsbedingten Ausfall der ursprünglich vorgesehenen Solistin am Vortag eingesprungene Sopranistin Almut M. Kroll (Hannover) sowie der drei Tage vorher ebenfalls krankheitshalber eingesprungene Bass Ayin Min Lee überzeugten bei ihren Einsätzen durch die ihren stimmlichen Wohlklang, besonders in den beiden Duetten der Bach-Kantate. Weitere Solopartien wurden von der Altistin Sigrid Ricken und dem Tenor Axel Eichhorn in gekonnter Weise übernommen.
Der gute Besuch in der Augustinus-Kirche entschädigte alle Beteiligten für die großen Mühen, die eine solche Aufführung mit sich bringt. Zwischenzeitliche, kräftemäßig bedingte Intonantionstrübungen taten dem sehr guten Gesamteindruck keinen Abbruch. Es bleibt zu hoffen, dass diese Form der städte- und konfessionsübergreifenden Chorkooperation auch in der Zukunft fortgesetzt wird. Der Nordhorner St. Augustinus-Chor würde sich ab dem Beginn des neuen Jahres über neue Mitglieder freuen. Mit diesem Datum wird der neue Regionalkantor S. Braun die Leitung des Chores vom scheidenden Martin Tigges übernehmen.

 

13.01.2004
Satter Klang eines imposanten Ensembles

musik Gemeinsames Konzert dreier Chöre in St. Augustinus – Funke springt über

Nordhorn – Vor voll besetzten Bänken gab es am Sonnabend in der St. Augustinus-Kirche ein geistliches Chorkonzert zum Jahresauftakt. Vor einem halben Jahr hatten Martin Tigges, Godehard Nadler und Helmut Evers, die Leiter der Chöre von St. Augustinus in Nordhorn sowie des St. Joseph- und Bonnus-Chor in Osnabrück, die Idee zum gemeinsamen Projekt. Entworfen wurde ein Programm passend zum Jahresanfang. Jeder nahm die Einstudierung zunächst mit seinem Chor vor, um schließlich einen großen Gesamtchor zu bilden. Und so bot sich den Konzertbesuchern das Bild eines imposant besetzten Ensembles, das sich aus eben diesen drei Chören und den Musikern des "pro-musica-Orchesters" aus Osnabrück bildete.
Entsprechend satt war auch der Gesamtklang, als das Konzert mit der G-Dur Messe von Franz Schubert eröffnet wurde. In dem aus sechs Sätzen bestehenden Werk kamen zum Chor drei Gesangssolisten: Jessica Walden (Sopran), Jens Krekeler (Tenor) und Julian Krüper (Bariton).
Nach einer kurzen Umbaupause dirigierte Helmut Evers den Chor zu Mendelssohns "Sechs Sprüchen". Hierbei handelt es sich um die Vertonung der Feiertage: Advent, Weihnachten, Neujahrstag, Passionszeit, Karfreitag und Himmelfahrt. Ein ergreifendes Werk, bei dem es dem Dirigenten gelang, mit viel Emphase dem Chor jeweils genau die treffende Stimmung zu entlocken.
Zum Abschluss dirigierte Martin Tigges mit "Oratorio de Noel" von Camille Saint-Saens, das umfangreichste Werk des Abends. In dem aus zehn Sätzen bestehenden Stück kamen zu den anfangs erwähnten Gesangssolisten zusätzlich noch Sonja Schlenstedt (Mezzosopran) und Sigrid Ricken (Alt) zum Einsatz. Vermutete man beim Anblick der zehn Sätze im Programmheft ein "erschlagendes" Werk vor sich zu haben, so konnte man sich einer kurzweiligen Komposition erfreuen.
Die unterschiedlichen Sätze wurden farblich sehr schön voneinander abgesetzt. Zunächst begleitete den Chor nur die Orgel, später kamen die Solisten und noch später erst die Streicher hinzu. Dann trat in zwei Sätzen eine Harfe hervor, an wieder anderer Stelle Blechbläser und die Pauke, so dass dem Publikum eine bunte Klangpalette geboten wurde.
Nach dem Stück war es am Applaus zu hören: Der Funke war übergesprungen, der Applaus wollte nicht enden, ehe Martin Tigges das Dirigentenpodium zur Zugabe betrat. Nun, so erklärte er dem Publikum, wolle man den letzten Satz des Oratoriums wiederholen, jedoch sollten diesmal alle Instrumente, die vorher nacheinander zu hören waren, jetzt gleichzeitig den Gesang begleiten. So wurde zum Abschluss des Konzertabends die Klangfülle nochmals gesteigert.
Am Sonntag wurde das Konzert in der St. Joseph-Kirche in Osnabrück wiederholt.

 

Wir bedanken uns bei den Grafschafter Nachrichten für die freundliche Genehmigung Ihre Presseberichte veröffentlichen zu dürfen.